Buntes Treiben statt Kleinklein

HAMM-MITTE � Als „mutloses Stückwerk ohne Gesamtkonzept“ bezeichnet Gerhard Draband, Leiter des Kreisverbandes Hamm/Kreis Unna vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), das mögliche Szenario, das die Stadt Hamm für die Innenstadtentwicklung der kommenden Jahre skizziert hat. Draband selbst fordert eine nachhaltige Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Unter anderem regt er an, die Neue Bahnhofstraße für den Auto- und Busverkehr zu schließen.

Die Bahnhofstraße mit der mittlerweile abgerissenen Gaststätte „Kipp’n in“, dem zur Verfügung stehenden Ter- Veen-Standort und der rückwärtigen Bebauung der Bahnhofstraße, das Westentor, das Ritterquartier mit dem geplanten „B-tween“ anstelle der Ritterpassage und die Weststraße: Das sind die weentlichen Bausteine und Weichenstellungen, die das Innenstadtbild der Zukunft prägen werden.

„Wieder einmal hat unsere Stadt eine Chance für einen großen Wurf, Verkehrskonzepte der Zukunft mit Aufenthalts- und somit ein Mehr an Lebensqualität zu einigen“, sagt Draband. „Die Attraktivität von Städten steht und fällt mit der Lebensqualität, die sie ihren Bewohnern bieten können.“ Stattdessen drohten in der westlichen In- nenstadt wieder nur „Klein- klein“, Lückenschluss und noch mehr Autoparkplätze„ getreu dem Motto, kommunale Überforderung sorgt für Tristesse statt buntes Treiben in der Innenstadt“.
Drabands eigenes Szenario: „Stellen
sen. Der Verkehr wird über Hafen- und Alleestraße gesteuert.“ In zehn bis 15 Jahren fahre man autonom, elektrisch und in einem funk- tionierenden Mix mit öffentlichen Verkehrsmitteln und elektrischen Zweirädern.
„Mittelmaß akzeptieren die Bürger nicht mehr“
„Hören wir auf, den Pkw- Verkehr in den Mittelpunkt der Innenstadtplanung zu
stellen. Verabschieden wir uns von dem Glauben, den bestehenden Einzelhandel in der Weststraße retten zu müssen“, fordert Draband. Wirtschaft folge der Kaufkraft. „Ohne „Willkommenskultur für den Mittelstand gibt es keinen Aufschwung in unserer Stadt“, lautet seine These. Das neue Werteverhalten in der Stadt müsse sich an Aufenthaltsqualität ausrichten. Pfiffiger Einzelhandel, Kaufkraft, gut bezahlte
Arbeitsplätze und auch eine kreative Lebensart folgen seiner Einschätzung nach.
„Mittelmaß akzeptieren die Bürger heute nicht mehr. Ein großer Innenstadtplatz vom Bahnhof bis zum Museumsquartier, Spielräume für Lebensqualität, kreative Lebensart und wirkliche Perspektiven für attraktives Leben und Arbeiten sind gefragt“, so Gerhard Dra- band.

#BVMW #Mittelstand

 


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